How to deploy, install and configure VMware vSphere Data Protection (and do a VM and file level restore)

Nachdem in der Version vSphere 5.1 vSphere Replication in alle Editionen gewandert ist und ich die Einrichtung dieses neuen Features bereits in einem Blogartikel „verewigt“ habe, möchte ich mit diesem Artikel die Einrichtung der neuen, in den vSphere Editionen integrierten VMware Backuplösung vSphere Data Protection erläutern. Dieser Artikel ist in folgende Parts aufgeteilt:

  1. Deployment der vSphere Data Protection Appliance
  2. Konfiguration der Backupjobs
  3. Restore einer kompletten VM aus dem Backup
  4. Single File Restore aus einer virtuellen Disk einer VM
  5. Persönliches Fazit

1. Deployment der vSphere Data Protection Appliance

  • Download der virtuellen Appliance von der VMware Seite (Achtung: Appliance entweder mit 500GB, 1TB oder 2TB herunterladen, Appliance kann im Nachhinein nicht erweitert werden. Tipp: Appliance mit 2TB herunterladen und ThinProvisioned Disks verwenden ;) )
  • Hinweis: Vor dem Deployment, sollte im DNS der Name und die IP der Appliance gepflegt sein, sowie die NTP Zeiteinstellungen des ESXi Servers, auf dem die Appliance deployed wird, passen. Ansonsten kann es im späteren Verlauf zu Problemen kommen
  • Deploy OVF-Template (VI-Client)

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  • OVA-File auswählen (Tipp: Dateityp umstellen ;) )

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  • EULA akzeptieren

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  • Name für die Appliance festlegen

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  • Cluster / Host auswählen, auf den die Appliance deployed werden soll

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  • Datastore, in den die Appliance deployed werden soll (Hinweis: Die Appliance legt eine entsprechende Anzahl vmdk’s an, in die die Backups der virtuellen Maschinen laufen. Tipp: Die Appliance in einen Datastore legen, der auf einem Backupstorage liegt. Im Vorgängerprodukt Data Recovery konnte man die Backups auf CIFS Shares legen. Dies funktioniert Stand heute nicht. Alle Backups landen in den vmdk’s der Data Protection Appliance! Ein Tapebackup, sowie ein Backup des vCenters sind Stand heute ebenfalls nicht supportet!)

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  • Auswahl des Netzwerkes, in das die Appliance gepatcht werden soll (muss mit dem vCenter und den ESXi Servern kommunizieren können)

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  • Einstellung der IP Informationen

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  • Im Abschlussfenster die Einstellungen final überprüfen und die VM nach dem Deployment automatisch anstarten lassen

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  • Auf der Konsole der virtuellen Appliance findet man die URL für die Admin Website zum First-Time-Configuration Wizard der Appliance

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  • optional kann hier direkt die passende Zeitzone eingestellt werden

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  • der First Time Configuration Wizard startet

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  • Netzwerkeinstellungen prüfen und bestätigen (Achtung: spätestens hier muss der DNS gepflegt sein, sonst gibt es eine Fehlermeldung)

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  • Zeitzone angeben (wenn nicht bereits auf der Konsole passiert)

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  • neues root-Kennwort vergeben (man beachte die Passworthinweise)

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  • Angabe der vCenter-Informationen, in den die Appliance für die Ausführung der Backups integriert werden soll (Hinweis: In einem deutschsprachigen Browser werden die Felder SSO Hostname und SSO Port als „null“ und „null“ angezeigt. Ich habe den englischen Screenshot angefügt, dass man erkennt, was eingetragen werden soll. Ebenso gibt es in der deutschen Version bei einem fehlgeschlagenen Verbindungstest nur ein rotes „x“ ohne aussagekräftige Fehlermeldung. Tipp: englischsprachigen Browser verwenden, dann gibt es aussagekräftige Meldungen!)

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  • Wizard beenden

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  • Appliance neu starten (Achtung: Nicht herunterfahren oder ausschalten, sonst ziehen die Einstellungen des First-Time-Wizards nicht!)

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  • verfolgt man den Boot der Appliance, dauert es ca. 25 Minuten bis die Basiskonfiguration und die Integration in den vCenter bzw. als WebClient PlugIn erfolgreich abgeschlossen ist

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  • im Anschluss über den vSphere Web Client am vCenter anmelden

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  • den neuen Punkt „vSphere Data Protection“ anwählen und über „Connect“ die Verbindung zur entsprechenden Data Protection Appliance herstellen

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2. Konfiguration der Backupjobs

  • über „Configuration“ – „Backup Appliance“ – „Edit“ das Backupzeitfenster festlegen, in dem die Appliance VM-Backups durchführen darf

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  • über „Configuration“ – „Email“ konfigurieren, zu welchen Zeiten , an wen usw. die Appliance Reports zu den gelaufenen oder fehlgeschlagenen Backups senden soll

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  • im Tab „Backup“ über „New“ einen neuen Backupjob anlegen

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  • Auswahl der zu sichernden VMs (eine oder mehrere, max. 100 pro Appliance)

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  • Festlegen der Backupschedule

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  • Festlegen der Aufbewahrungszeit

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  • Namen für den Backupjob vergeben und „Finish

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  • Testweise über „Backup now“ – „Backup all sources“ ein manuelles Backup starten, um auf Fehler zu prüfen

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  • Tipp: Sollte es beim Backup eines Windows Serversystems zu einem „Execution Error: E10055:Failed to attach disk“ kommen, hilft der VMware KB 2035736 weiter. Sollte eine Fehlermeldung a la „Cannot take a quiesced snapshot of virtual machine“ erscheinen, hilft VMware KB 1031298 weiter. In den folgenden 3 Screenshots, wie man den entsprechenden Workaround zu den Fehlern per VI-Client workarounden kann…

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3. Restore einer kompletten VM aus dem Backup

  • über den Reiter „Restore“ die entsprechende VM / Disk auswählen und „Restore“ drücken

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  • Auswahl des Zieldatastores (entweder Original Location oder einen anderen Datastore)

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4. Single File Restore aus einer virtuellen Disk einer VM

  • Logon an dem Server, an dem ein File „versehentlich“ gelöscht wurde und auf dem der Single File bzw. File Level Restore durchgeführt werden soll

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  • Logon mit lokalen Adminrechten auf dem Server, auf dem die Files wiederhergestellt werden sollen

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  • im sich öffnenden Fenster das entsprechende Backup auswählen und „mount„en und das Fenster „close„n

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  • aus der, aus dem Backup gemounteten vmdk die Files auswählen, die gerestored werden sollen und „Restore selected files

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  • Auswahl, wohin gerestored werden soll und über „Monitor Restores“ den Fortschritt beobachten

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  • nach erfolgreichem Single File bzw. File Level Restore das Backup einfach wieder über „Unmount backup“ abhängen

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And that’s it ;)

5. Persönliches Fazit

Bevor man gar keine Backups von seinen VMs macht, sollte man zumindest die in jeder VMware vSphere Edition integrierte vSphere Data Protection Lösung deployen. Möchte man Tapebackup, Support von vCenter Backups, Backups auf CIFS oder NFS Shares, Backups mit intelligenten Storage Snapshots (z.B. NetApp), definierte Backupjobzeiten, Reports direkt im Anschluss an einen gelaufenen Backupjob uvm. sollte man sich nach einer professionelleren Lösung mit mehr Funktionsumfang umsehen (allerdings dann auch mit mehr Kosten ;) ).

– I wish I could be a Virtual Machine –

Benjamin Ulsamer